
Noch ein Nachtrag zum letzten Post, in dem es um die Auffassung des Philologenverbands geht, dass die Härte des Referendariats ein Mythos sei. Unabhängig davon, dass die Erfahrungen der über 400 Kommentatoren etwas anderes sagen, stellt sich doch eine andere Frage: Ist diese Härte nötig? Bildet sie die Grundlage für die Schulrealität? Ich würde sagen: Nein! Denn wenn nur 1/3 der Arbeitszeit von Lehrkräften überhaupt Unterricht ist. Und dieser Unterricht möglichst individualisiert und differenziert sein soll, dann ergeben Ansprüche, die viele an Lehrproben haben, überhaupt kein Sinn. Und dass Lehrproben meist „Showstunden“ sind, das bezweifelt so gut wie keiner. Es ist wichtig zu erwähnen: Es gibt auch sehr gute Fachleiter:innen! Jene, die helfen, begleiten und fair bewerten. Aber ich bin dennoch mal wieder erschüttert von einigen Erfahrungen. „Erst brechen, dann wiederaufbauen“ heißt es an einer Stelle. Das kann doch nicht das Ziel für eine zeitgemäße Lehrerausbildung sein. Was meint ihr: Müsste sich das Referendariat grundlegend verändern? P.S. Das Originalvideo am Anfang hat über 1,2 Millionen Aufrufe (ist gerade angepinnt oben im Account). Man darf sich schon fragen, warum, wenn die Härte des Referendariats doch ein Mythos ist.
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