
Mir geht es besser. Wirklich. Und vielleicht ist genau das manchmal so schwer zu erklären. Denn nur weil ich wieder lachen kann, heißt das nicht, dass ich nicht manchmal weinen möchte. Nur weil ich dankbar für das bin, was wieder geht, heißt das nicht, dass ich nicht manchmal unfassbar wütend auf all das bin, was genau nicht geht.Oft sehe ich nämlich genau nur, was nicht geht. Ich habe gelernt, mit so vielem zu leben. Ich habe gelernt Grenzen zu akzeptieren die früher keine waren. Ich lebe mit Dingen, über die andere nicht mal nachdenken müssen. Ich lebe mit einem Körper, der mich jeden einzelnen Tag daran erinnert, dass mein Leben innerhalb von Sekunden ein anderes geworden ist. Meistens schaffe ich das gut. Manchmal gibt es da aber diese Momente. Momente, in denen ich nicht stark sein will. Nicht positiv. Nicht inspirierend. Nicht dankbar dafür, „wie weit ich schon gekommen bin“. Manchmal will ich einfach nur sagen dürfen: Es fuckt mich ab. So richtig. Ichglaube, genau das gehört auch zum Heilen dazu, zu akzeptieren, dass Fortschritt nicht bedeutet, nie wieder traurig darüber zu sein. Dass ein schönes Leben und Trauer gleichzeitig existieren können. Dass ich mein heutiges Leben lieben kann – und trotzdem manchmal das vermisse, das mir genommen wurde. Vielleicht werde ich manche Dinge irgendwann wieder können.Vielleicht manche nie (wieder). Aber ich möchte mir selbst nie wieder das Gefühl geben, dass ich traurig sein muss, nur weil es mir eigentlich „doch schon so viel besser geht“. Beides darf wahr sein. 🩷 Ich bin glücklich. Ich bin dankbar. Ich bin stolz auf mich. Aber manchmal bin ich einfach unfassbar abgefuckt.
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