
Der erste Businessplan von Lilium wurde kurz vor unserem Treffen vom Team zusammen gewürfelt. Und genau das hat mich überzeugt! Kein klassischer Pitch, bei dem dir einer die VC-Begriffe um die Ohren haut. Ganz im Gegenteil: hundert Prozent Ingenieure, die schlicht nicht wussten, wie Venture Capital und Finanzplanungen funktionieren. TU München, Fraunhofer, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt – fachlich absolute Spitze, aber vom Startup-Ecosystem hatten sie nur das mitgenommen, was ein paar Messen hergeben. Wir waren vermutlich der erste Investor, der sich ernsthaft für sie interessiert hat. Und sie haben erlebt, was fast jeder Gründer mit einer wirklich revolutionären Idee erlebt: Absagen. Die meisten Investoren reagierten genau wie ich beim ersten Blick aufs Deck: Ein fliegendes Auto? Tolle Idee – aber mach das besser mit jemand anderem. Wir haben die vier auf Herz und Nieren geprüft. Auf jede Frage kam eine überzeugende, fachlich korrekte Antwort. Aber was mich am Ende wirklich überzeugt hat, stand in keinem Lebenslauf: Zero-Ego. Klare Aufgabenverteilung. Lilium war immer Prio 1. Und dieses Leuchten in den Augen, wenn es um ihr Projekt ging. Daniel, Patrick, Sebastian und Matthias sind das herausragendste Gründerteam, mit dem ich bisher arbeiten durfte. Sie waren schon vor Lilium Freunde, diese verrückte Mission hat sie noch enger zusammengebracht. Und sie sind bis heute wertvolle Freunde von mir. Ein Businessplan lässt sich nachholen. Ein Team wie dieses nicht.
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